Modul PhoLab: Sprechen als dynamischer Prozess

Thema

Aus unserer alltäglichen Erfahrung wissen wir, dass sich nicht nur unterschiedliche Sprachen, sondern auch einzelne Dialekte, ja sogar einzelne Sprecher aus exakt derselben Region unterschiedlich anhören. Auch wenn ein Sprecher ein und dasselbe Wort mehrmals ausspricht, wird es nie genau gleich klingen. Trotz dieser omnipräsenten Variation in der gesprochenen Sprache können wir uns mit anderen Deutschschweizern problemlos verständigen. Die Phonetik beschreibt Sprachlaute und deren Variation, untersucht, wie sie wahrgenommen werden und fragt nach den Ursachen der Variation. Dafür analysieren PhonetikerInnen das Sprachsignal mithilfe des Computers, messen Zungen- oder Kieferbewegungen und führen Perzeptionsexperimente durch.

Zielpublikum

Lehrpersonen der Fächer Deutsch, Moderne Sprachen, Musik; Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe.

Inhalt

  • Beschreibung und Messung der Unterschiede zwischen einzelnen Sprachlauten oder Dialekten
  • Beobachtung der Stimmlippenbewegungen mit dem Laryngographen
  • Erhebung und Auswertung von Sprachaufnahmen
  • Einblick in den faszinierenden Prozess des Sprechens

Kursleitung

Stephan Schmid, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Phonetisches Laboratorium, Universität Zürich

Hanna Ruch, PostDoc am UFSP Sprache und Raum, Universität Zürich